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Die Nebenwirkungen von Folsäure bei Überdosierung

Folsäure Nebenwirkungen

Angesichts der Tatsache, dass Folsäure hochempfindlich auf Lagerung, Licht, Wasser und Wärme reagiert, und dass der Organismus Nahrungs-Folat nur maximal zu 50% verwerten kann, ist dieses B-Vitamin über die Ernährung nicht in ausreichender Menge zu bekommen.

Eine Nahrungsergänzung, die Folsäure und bestenfalls auch die Vitamine B6 und B12 enthält, ist daher in jedem Lebensalter sinnvoll.

Aktuelle Studien dokumentieren, dass nicht nur Senioren, sondern weite Teile der Bevölkerung an einem latenten Folsäuremangel leiden, keinesfalls also zu viel davon zu sich nehmen – und weit von einer Überversorgung entfernt sind.

Hier weiterlesen: Übersicht aktuelle Studien

Doch welche Risiken bestehen, wenn eine Überdosierung stattfindet? Die eventuellen Nebenwirkungen von zu hoch dosierter Folsäure sind, wenn sie doch auftreten sollten, eher unerheblich.

Bedarfsermittlung Folsäure

Wird überhaupt Folsäure benötigt? Im Zweifelsfalle ja. Trotzdem kann eine Blutuntersuchung Aufschluss über den Status geben. Die Konzentration von Folat und Vitamin B12 kann sowohl für das Blutserum als auch für das Blutplasma – die roten Blutkörperchen – ermittelt werden.

Sinnvoll ist die Blutuntersuchung, wenn

Grundsätzlich herrscht Bedarf bei vielen jungen Frauen im gebärfähigen Alter und vor allem, wenn eine Schwangerschaft geplant wird oder bereits eingetreten ist.

Hier weiterlesen: Folsäure bei Kinderwunsch

Bei erhöhter Folsäure im Blut bei gleichzeitigem Mangel an Vitamin B12 kann dies zu einer Form der Anämie führen. Deshalb wird die Einnahme von Folsäure am besten stets mit Vitamin B12 kombiniert, denn beide Vitamine wirken im Stoffwechsel zusammen.

Hier weiterlesen: Folsäure Vitamin B12

Eine Überdosierung würde vermutlich erst eintreten, wenn über längere Zeit zwischen 2 und 5 mg Folsäure verabreicht werden, ohne dass ein höherer Bedarf besteht. Im Rahmen einer Schwangerschaft oder durch Erkrankungen, die den Bedarf steigern, sind Dosierungen bis zu 5 mg täglich meist unproblematisch und sogar notwendig.

Grundsätzlich ist Folsäure bei korrekter Einnahme harmlos

Wie die meisten Vitamine wird ein eventuelles Plus an Folsäure in der Leber gespeichert und von hier aus nach Bedarf freigesetzt. Echte kurzfristige Überschüsse würden ohne Probleme über die Niere ausgeschieden.

Hochdosierte Folsäure-Präparate enthalten nicht nur die Mindest-Tagesdosis von 400 µg, sondern 1000 bis 5000 µg: Dies erscheint auf den ersten Blick zu hoch, ist jedoch notwendig, um einen erhöhten Bedarf zu decken oder bereits bestehende Mangel-Symptome auszugleichen.

Aus den vielen klinischen Tests mit Folsäure-Ergänzungsmitteln ist bekannt, dass es keinerlei bedrohliche Nebenwirkungen von Folsäure zu befürchten gibt.

Problematisch könnten stark erhöhte Vitamin B6-Gaben durch Kombi-Präparate sein: Kribbeln oder Unruhe sind möglich. Wer sich an die Einnahmeempfehlung hält und eine Tagesdosis von 25 mg nicht überschreitet, ist auf der sicheren Seite.

Hier weiterlesen: Dosierung und Einnahme

Kann die Überdosierung von Folsäure Nebenwirkungen haben?

Unverträglichkeitsreaktionen und Nebenwirkungen liegen immer im Bereich des Möglichen. Bei Auffälligkeiten und Symptomen hilft es oft, das Präparat für ein, zwei Tage abzusetzen.

Zu viel Folsäure verdeckt einen möglichen Mangel an Vitamin B12

Eine typische Mangelerscheinung ist die megaloblastische Anämie, eine Form der Blutarmut. Sie entsteht, wenn zu viel von einem der beiden Vitamine im Verhältnis zum anderen vorliegt – oder anders beschrieben, wenn es an einem der beiden Vitamine fehlt, kann das andere seine Aufgaben im Stoffwechsel nicht erfüllen. Ganze Zellteilungs- und Aminosäure-Syntheseprozesse werden blockiert.

In beiden Fällen wird die ausreichende und korrekte Neubildung von Blutzellen verhindert. Dies führt zwangsläufig zu den Symptomen einer Blutarmut, da Nährstoffe und Sauerstoff nicht mehr ausreichend durch den Körper transportiert werden können.

Daraus zu schließen, dass Folsäure schädlich sei, ist schlicht falsch. Richtig ist es, Folsäure nach Möglichkeit immer in Kombination mit Cobalamin oder B12 zu verabreichen. Selbst ein „zu viel“ an Folsäure würde in diesem Fall weiterverarbeitet oder ausgeschieden.

Falls noch keine Nahrungsergänzung eingenommen wird, und die Symptome einer Blutarmut auftreten, hilft ein solches Kombinationspräparat oft sehr schnell! Parallel gilt es natürlich, die Ursachen für die Anämie zu ergründen und zu behandeln.

Mögliche allergische Reaktionen

In wenigen, vereinzelten Fällen wurden allergische Reaktionen auf einige Folsäure-Präparate beobachtet. Dabei ist vermutlich nicht die Folsäure selbst der Auslöser, sondern eher andere Bestandteile des Nahrungsergänzungsmittels. Je nach Stärker der Allergie äußern sich die Symptome in Hautausschlägen, Jucken oder sogar asthmatischen Erscheinungen. In diesen Fällen ist das Präparat sofort abzusetzen. Eine Einnahmepause oder ein Wechsel der Nahrungsergänzung verbessern die Situation.

Übelkeit und Störungen des Magen-Darm-Traktes

Eine der häufigsten negativen Beobachtungen bei Folsäure-Einnahme sind Durchfall oder Blähungen. Auch hier liegt es eher an der Darreichungsform als am B-Vitamin selbst. Ein Wechsel des Präparates hilft.

Wichtig zu wissen: Die Magen-Darm-Störungen treten nur bei einer von 1000 Personen auf – andere Nebenwirkungen sind noch seltener! Bei einer extremen Überdosierung der Folsäure würde beispielsweise ein Mangel an Vitamin B12 verdeckt werden. Dies kann kurzfristig die Nervenfunktionen schädigen.

psychische Nebenwirkungen bei zu viel Folsäure

Ebenfalls sehr selten wurden bei Überdosierung Schlafstörungen, Alpträume, Erregungsschübe und Nervosität oder Depressionen verzeichnet. Diese traten nur bei längerer Einnahme sehr hoher Quanten an Folsäure auf. Auch hier empfiehlt sich entweder eine Einnahmepause, ein Wechsel des Präparates oder ein vertretbares Absenken der Dosis.

Kann Haarausfall eine Nebenwirkung von Folsäure sein?

Folsäure ist eher hilfreich, wenn sich Haarausfall bemerkbar macht, das Haar nur spärlich und spröde nachwächst oder extrem schnell ergraut: Die Zellerneuerung in den Haarfollikeln sowie die Durchblutung in diesem Bereich werden durch den verbesserten Zellstoffwechsel angekurbelt. Setzt sich Haarausfall trotz Folsäure-Einnahme fort? Vermutlich handelt es sich nicht um eine Nebenwirkung, sondern um die Folgen anderer Stoffwechselstörungen oder Erkrankungen.

Nebenwirkungen bei Männern

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt, die speziell Männer bei der Einnahme von Folsäure betreffen. Männer profitieren ebenso wie Frauen: Eine ganze Reihe von Potenz- und Fruchtbarkeits-Störungen auf männlicher Seite lassen sich mit Folsäure-Präparaten beheben.

Verträglichkeit bei Histaminintoleranz

Histamin ist ein wichtiger Botenstoff, ein Neurotransmitter. Er kommt in allen Organismen vor. Bei Mensch und Tier sind Histamine an der Entstehung allergischer Reaktionen beteiligt, bringt Entzündungsprozesse in Gang, reguliert die Magensäureproduktion und erfüllt wichtige Funktionen im Zentralnervensystem.

Eine Histaminintoleranz oder Histaminose stellt sich häufig bei Frauen ab der Lebensmitte ein – sie kann angeboren oder auch erworben sein. Dabei reagiert der Organismus allergisch auf den Botenstoff selbst. Dieser entstammt entweder der körpereigenen Produktion oder aber gelangt über Nahrungsmittel ins System. Die Symptome decken das gesamte Spektrum allergischer Reaktionen ab.

Einige Patienten mit Histaminintoleranz berichteten von einer Verschlimmerung allergischer Symptome, wenn sie Folsäurepräparate einnahmen.

Das Problem einer Histamin-Überproduktion scheint immer dann aufzutreten, wenn Personen die eingenommene Folsäure nicht ordnungsgemäß verstoffwechseln können. Das verwertbare, aktive Endprodukt im Organismus ist Tetrahydrofolat. Andere Formen, die per Tabletteneinnahme zugeführt werden, blockieren dabei möglicherweise die Absorption der biologisch aktiven Form.

Dabei wird die Vorstufe des Histamins, das Histidin, nicht korrekt weiterverarbeitet. Der Histaminspiegel steigt an – es treten vermehrt Allergiesymptome auf, wenn eine Intoleranz besteht.

Der Aminosäuren-Umwandlungsprozess, an dem Folsäure maßgeblich beteiligt ist, nennt sich Methylierungszyklus. Dabei entsteht unter anderem auch ein Enzym, das zum Abbau von Histamin beiträgt. Sowohl ein Mangel an Folsäure als auch die Einnahme einer nicht gut verwertbaren Form kann dazu führen, dass der Histaminspiegel durch das Nahrungsergänzungsmittel steigt.

Werden Folsäuretabletten oder andere Präparate verordnet, ist darauf zu achten, dass es eine biologisch Aktive Form der Folsäure enthält, optimalerweise 5-Methyltetrahydrofolat.

Gewichtsabnahme – Gewichtsveränderungen

Nahrungsergänzung mit Folsäure hat keinen nachweisbaren Effekt auf Veränderungen des Körpergewichts. Bei etwa 0,1% aller Einnahmen scheinen Appetit und Esslust zu leiden. Falls es deshalb zu einer auffallenden Gewichtsabnahme oder zu echtem Widerwillen gegen Nahrungsmittel kommt, sollte dies der Arzt abklären. Ein direkter Zusammenhang zur Folsäure besteht eher nicht.

Wer umgekehrt eine Gewichtsabnahme anstrebt, sollte auf ausgewogene Ernährung achten und diese notfalls mit Vitaminen ergänzen. Andernfalls drohen Müdigkeit und mangelnde Belastbarkeit.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Vorsicht ist geboten, wenn Patienten dauerhaft Medikamente gegen Epilepsie oder gegen Rheuma einnehmen: In beiden Fällen ist die Einnahme von Folsäure trotz allem wichtig und sinnvoll, sie muss den Gegebenheiten nur angepasst werden.

Die üblichen krampflösenden Präparate, die bei Epilepsie zum Einsatz kommen, wie Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Primidon oder Valproinsäure) erhöhen stark den Folsäurebedarf, senken aber auch die Verfügbarkeit anderer Vitamine aus der B-Gruppe. Dosen von mehr als einem Milligramm Folsäure pro Tat führen aber zu einem beschleunigten Abbau des Wirkstoffes Phenytoin, was dessen Wirkung abschwächen kann.

In Abstimmung mit dem Arzt sollte die tägliche Folsäuredosis niedriger angesetzt werden:

Ein weiterer Grund, der für eine Folsäure-Einnahme spricht: Die genannten Epilepsie-Medikamente lassen den Homocysteinspiegel massiv ansteigen.

Das Rheumamedikament Methotrexat , auch als MTX bekannt, ist als Folsäure-Antagonist bekannt. MTX stammt ursprünglich aus der Krebstherapie und zielt darauf ab, die Zellteilung stark zu verlangsamen. Im Falle von Rheuma betrifft dies die hyperaktiven Zellen des Immunsystems, die sich gegen die körpereigenen Strukturen richten und die rheumatischen Entzündungsprozesse in Gang setzen. MTX und Folsäure blockieren sich damit gegenseitig. Damit die Nebenwirkungen von MTX jedoch milder ausfallen und das (ebenfalls rheuma-steigernde) Homocystein nicht überhandnimmt, ist dennoch Folsäure als Nahrungsergänzung sinnvoll.

Um das „Gegeneinander“ beider Stoffe zu verhindern, wurde eine spezielle Vorgehensweise entwickelt: Die Folsäure wird zeitversetzt, mindestens 24 bis 48 Stunden nach einer MTX-Injektion, eingenommen.

Das funktioniert, denn das Methotrexat wird teilweise nach 24 h bereits wieder ausgeschieden, teilweise im Organismus umgebaut. So kann MTX seine Wirkung entfalten, doch die Folsäure schwächt anschließend die möglichen Nebeneffekte wieder so weit ab, dass die Patienten nicht darunter leiden, aber die gewünschte Wirkung sich entfalten kann.

Fazit: Folsäure hat keine signifikanten Nebenwirkungen

Bei ordnungsgemäßer Einnahme ist die Einnahme von Folsäure weitgehend frei von Nebenwirkungen. Die häufigsten negativen Erscheinungen sind Magen-Darm-Probleme, die jedoch nur in einem von 1000 Fällen auftreten.

Werden Medikamente beispielsweise gegen Rheuma oder Epilepsie eingenommen, muss eine Folsäure-Supplementierung stets vorher mit dem Arzt abgesprochen und auf die Therapie abgestimmt werden. Doch auch hier überwiegen die Vorzüge der zusätzlichen Folsäure-Gabe.

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