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Folsäure vor und während der Schwangerschaft

Folsäure Schwangerschaft

Noch immer besteht Aufklärungsbedarf: Folsäure-Mangel kann zu Fehlbildungen beim Fetus, zu Aborten, Frühgeburten und verschiedenen Komplikationen bei Mutter und Kind führen. Das Risiko eines Neuralrohrdefekts beispielsweise liegt in Mitteleuropa normalerweise unter einem Fall auf 1000 Geburten. Studien zeigten jedoch, dass sich die Wahrscheinlichkeit eines solchen Vorfalls noch wesentlich weiter senken lässt, selbst dann, wenn Mütter gesundheitlich vorbelastet sind. Ähnliches gilt auch für andere Fehlbildungen, die die Harnwege, die Herzgesundheit, die Gesichtsbildung betreffen. Sogar Leukämie im Kindesalter trat sehr viel seltener auf, wenn Mütter bereits prenatal mit Vitaminen vorgesorgt hatten.

Hier weiterlesen: Studien

Bei Babywunsch sollten Paare diesen gleich in eine gezielte Babyplanung verwandeln und beide vorsorglich Folsäure einnehmen! Das erhöht die Chancen der Frau, sicherer und schneller schwanger zu werden und ein gesundes Baby zur Welt zu bringen!

Frauen, die die Pille nehmen, aber zu einem späteren Zeitpunkt planen, schwanger zu werden, sind gut bedient, wenn sie den durch die künstlichen Hormone erhöhten Bedarf beizeiten ausgleichen.

Da der gesamte Vitaminbedarf in einer Schwangerschaft ohnehin erhöht ist, sollte Folsäure vor der Schwangerschaft fast schon selbstverständlich sein. Vor allem das erste Trimester ist entscheidend, denn in dieser Zeit vollziehen sich sehr wichtige Entwicklungsschritte des Fetus.

Die Vorteile der Folsäure vor der Schwangerschaft: Kann man damit schwanger werden?

Bei Kinderwunsch empfiehlt es sich, dass sowohl der zukünftige Vater als auch die Mutter Folsäure bereits vorsorglich einnehmen: Idealerweise startet die Frau sofort nach Absetzen der Pille, oder in etwa drei Monate vor einer geplanten Empfängnis, so weit sich dies planen lässt.

Auch wenn Paare schon längere Zeit vergeblich versuchen, schwanger zu werden, kann das Folsäure-Präparat möglicherweise Hilfe bringen. Beide Partner sollten dann zur Nahrungsergänzung greifen: Beim Mann verbessern sich die Sperma-Qualität und -Menge, bei der Frau harmonisieren sich der Hormonhaushalt und der Zyklus: So erhöhen sich die Chancen, schneller schwanger zu werden.

Hier weiterlesen: Folsäure Kinderwunsch

Erfolgt die Einnahme von Folsäure vor oder nach Absetzen der Pille?

Frauen, die nicht verhüten, bei denen aber die Chance auf eine Schwangerschaft besteht, sollten grundsätzlich mindestens mit einer Tagesdosis von 400 µg (0,4 mg) Folsäure Vorsorge treffen.

Die Pille und andere hormonelle Antikonzeptiva erhöhen nachweislich den Folsäurebedarf: Der Eingriff ins Hormonsystem scheint dem Organismus besondere Anstrengungen abzuverlangen. Die Nahrungsergänzung könnte also grundsätzlich zum Einsatz kommen, um Defiziten vorzubeugen – gleichzeitig sind die Frauen vorbereitet, wenn sich später ein Babywunsch einstellt.

Zwischen einer Empfängnis und der Ausbildung des Neuralrohrs beim Embryo vergehen nur drei bis vier Wochen! Doch weitere Entwicklungsprozesse finden bis zum Ende des ersten Trimesters statt! Bei Folsäuremangel besteht daher das (wenn auch geringe) das Risiko, dass sich essentielle Zellteilungsprozesse nur unvollständig entfalten.

Wer ungewollt oder überraschend schwanger wird, sollte unbedingt auch nach den ersten Wochen mit der Folsäureeinnahme beginnen!

Bei „Risikopatientinnen“ mit stark erhöhtem Folsäurebedarf wird jeder Gynäkologe schon bei den Standarduntersuchungen auf diese Situation hinweisen und eine Nahrungsergänzung empfehlen.

Die korrekte Dosierung vor der Schwangerschaft

Die Folsäure-Dosierung vor der Schwangerschaft richtet sich nach den gesundheitlichen Voraussetzung der werdenden Mutter. Frauen, die noch nie geboren oder die bereits gesunde Kinder haben, kommen gut mit einer Nahrungsergänzung aus, die zwischen 0,5 und 1,5 mg Folsäure täglich enthält.

Hat eine Frau beispielsweise bereits

ist eine hohe Dosierung der Folsäure unter ärztlicher Aufsicht sinnvoll: Das bedeutet, es werden 5 mg Folsäure täglich oder kurzfristig sogar mehr eingenommen! Denn in diesen Fällen ist das Risiko um ein Zehnfaches erhöht, es liegt bei etwa einem bis drei Fällen unter Hundert.

Eine Studie aus den 90er Jahren aus Tschechien berichtet sogar von 10 mg Folsäure plus Multivitamingaben: Mit dieser Dosierung gelang es, bei erblich vorbelasteten Müttern die Wahrscheinlichkeit Gaumenspalten-Fehlbildungen um über 60% zu senken!

Speziell für alle diese werdenden Mütter gibt es Präparate, die 5 mg oder mehr dieses B-Vitamins enthalten.

Auch Frauen mit Nierenfunktionsstörungen oder Epilepsieerkrankungen haben einen stark erhöhten Folsäurebedarf – und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Mangel. Im ersten Fall liegt eine Stoffwechselstörung vor, und Folat kann im Organismus nicht ausreichend verwertet werden.

Im zweiten Fall müssen Medikamente eingesetzt werden, die die Folsäureaufnahme massiv blockieren. Umgekehrt lässt zusätzliche Folsäure die krampflösenden Mittel schwächer wirken. Beides sollte ärztlich überwacht werden.

Hier weiterlesen: Folsäure Dosierung

Jod und Folsäure vor der Schwangerschaft

Folsäure in Kombination mit Jod ist eine Nahrungsergänzung, deren Einnahme mit dem Arzt abgeklärt werden sollte, wenn eine Funktionsstörung der Schilddrüse vorliegt. Der „chronische“ Jodmangel in vielen Gegenden Deutschlands wurde längst durch Supplementierung, etwa im Speisesalz, weitgehend ausgeglichen. Trotzdem kann in der Schwangerschaft ein zusätzlicher Bedarf entstehen.

Wieviel Jod benötigt wird, ist recht einfach zu bestimmen. Allgemein geht die Empfehlung zu einer Dosis von 100 bis 150 µg Jod pro Tag für eine Schwangere. Der tatsächliche Tagesbedarf liegt bei 200 bis 230 µg täglich, wird aber teilweise durch die Nahrung zugeführt.

Hier weiterlesen: Folsäure in Lebensmitteln

Mit der zusätzlichen Jodzufuhr sollte vor der Schwangerschaft begonnen und erst nach dem Stillen aufgehört werden: Das Kind wird über die Muttermilch gut mitversorgt.

Fehlt es an Jod, kann sich ein Mangel am Schilddrüsenhormon einstellen, eine Hypothyroxinämie. Diese wiederum kann sich auf die psychomotorische und kognitive Entwicklung des Kindes auswirken.

Einige Mediziner empfehlen, dass auch Frauen, die beispielsweise an einer Hashimoto-Thyreoditis, die L-Thyroxin einnehmen, eine Extra-Ration Iodid in der Schwangerschaft benötigen. Etwa im dritten Schwangerschaftsmonat beginnt die Schilddrüse des Fetus selbständig Hormone zu produzieren und benötigt dieses Iod dringend.

Nur wenn eine nachgewiesene Schilddrüsenüberfunktion besteht, ist eine Iod-Zufuhr nicht zu empfehlen.

Fazit: Frauen mit gesunder, normal funktionierender Schilddrüse dürfen auf Folsäure-Jod-Kombinationspräparate zurückgreifen, sofern die enthaltenen Mengen den medizinisch gesicherten Mengen-Empfehlungen entsprechen.

Folsäure in der Schwangerschaft

Folsäure während der Schwangerschaft einzunehmen, ist grundsätzlich eine sinnvolle Vorsorgemaßnahme, die die Geburt eines gesunden Kindes sicherstellt. Nachweislich sinkt das Risiko

Dies sind eine Menge Vorteile, die Gesundheit und Wohlbefinden von Mutter und Kind sicherstellen.

Wieviel Folsäure und wie lange? Faustregeln für die Schwangerschaft

Neben der Frage nach dem Wieviel an Folsäure ist es auch wichtig zu entscheiden, wie lange Folsäure eingenommen werden sollte.

Gesunde Frauen ohne Vorbelastung kommen mit einer Folsäureversorgung zwischen 0,5 bis 1,5 mg Folsäure täglich gut zurecht, auch als Vorbereitung bei Schwangerschaftswunsch. Da höhere Dosen bis 5 mg täglich keine gesundheitlichen Nachteile bilden, sind auch Präparate mit dieser Tagesration empfehlenswert.

Idealerweise beginnt die Einnahme der Folsäure bereits vor dem Schwanger werden und endet frühestens im dritten Monat. Bis zur 13. Ssw haben sich einige entscheidende Entwicklungsschritte des Fetus bereits vollzogen.

Doch auch nach der Geburt, in der Stillzeit, ist der Bedarf der Mutter erhöht.

Ab dem zweiten Trimester bis zum Ende der Schwangerschaft und darüber hinaus dürften jedoch geringer dosierte Folsäurepräparate ausreichen.

Überdosierung: Ist zu viel Folsäure in der Schwangerschaft sinnvoll oder gar schädlich?

Eine extreme Überdosierung von Folsäure in der Schwangerschaft würde dazu führen, dass die Aufnahme von Vitamin B12 blockiert wird. Dazu müssten aber über mindestens vier Wochen hinweg Tagesrationen von fünf bis 15 Milligramm Folsäure eingenommen werden!

Dies, zusammen mit der Tatsache, dass die meisten Menschen hierzulande ohnehin unter einem leichten Folsäure-Mangel leiden, verweist die Gefahr einer Überdosierung fast in den Bereich des Unwahrscheinlichen. Schädlich sind die Dosen von maximal 5 mg auf keinen Fall!

Die hochdosierten Folsäure-Präparate mit fünf Milligramm pro Tablette werden ohnehin vom Arzt verordnet.

Hier weiterlesen: Nebenwirkungen und Überdosierung

Durch die komplette Schwangerschaft ohne Folsäure?

Viele Frauen stellen erst mit einer gewissen Zeitverzögerung fest, dass sie schwanger sind. Sodass gerade die entscheidenden ersten Wochen ohne Folsäure-Zufuhr verstreichen. Das Neuralrohr beim Fetus entwickelt sich in etwa bis zur 13. Ssw.

Doch umgekehrt besteht kein Grund zu übertriebener Sorge! Bei gesunden Frauen liegt das Risiko, beispielsweise ein Kind mit „Spina Bifida“ zu gebären, bei einer Wahrscheinlichkeit von etwa 1:1000.

Trotzdem macht es Sinn, auch nach den ersten drei Schwangerschaftswochen noch mit der Folsäure-Einnahme zu starten. Denn der Fetus entwickelt sich stetig weiter. Das Herz-Kreislaufsystem, die Harnwege oder die Strukturen im Nasen-Rachen-Raum entwickeln sich erst in späteren Abschnitten der Schwangerschaft. Bis zum dritten Schwangerschaftsmonat ist noch eine Vorbeugung gegen diverse weitere Defekte möglich.

Dazu zählen etwa Fehlbildungen der Harnwege oder die Entstehung von Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten.

Zudem ist auch der Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft und später in der Stillzeit auf Seiten der Mutter immer noch deutlich erhöht. Daher macht selbst eine verspätete Folsäure-Einnahme Sinn: Sie erhöht in jedem Fall das Wohlbefinden der Mutter.

Folsäure in der Stillzeit

Ganz besonders Frauen, die durch einen Enzymmangel Folsäure nicht optimal verwerten können, oder die Medikamente einnehmen müssen (etwa bei Nierenfunktionsstörung oder Epilepsie) haben dauerhaft einen erhöhten Folsäurebedarf. Hier besteht die Chance, in den ersten prenatalen Wochen zu wenig von dem Vitamin einzunehmen.

Doch auch bei völlig gesunden Frauen ist der Bedarf erhöht, sodass Folsäure auch während des Stillens Sinn macht.

Dass Folsäure das Brustwachstum anregt, ist eher ein Gerücht. Eine Frau mit gesundem Stoffwechsel wird jedoch ihr Baby ohne Probleme stillen können.

Folsäure kaufen: Welches Produkt empfehlen wir?

In Apotheken oder im Netz gibt es eine ganze Reihe guter Produkte in unterschiedlicher Zusammensetzung zu kaufen. Darunter Kombipräparate ebenso wie reine Folsäure. Einige Personen müssen auf laktose- oder glutenfreie Produkte achten, andere einen durch Krankheit oder die Lebensumstände erhöhten Vitaminbedarf ausgleichen.

Indikator für einen erhöhten Folsäure-Bedarf ist – auch und gerade bei Schwangerschaftswunsch – ein erhöhter Homocysteinspiegel. Dies gilt für Männer wie für Frauen! In diesen Fällen gibt es kein „zu viel“.

Für die Babyplanung empfiehlt es sich, gleich zu einer hohen Tagesdosis zu greifen: Folsäure-Tabletten mit einer Tagesdosis von bis zu 5 mg sollten dabei immer auch Vitamin B12 und B6 enthalten, denn alle drei wirken im Stoffwechsel stets zusammen.

Hier weiterlesen: Folsäure Vitamin B12

Ebenfalls in der Schwangerschaft empfehlenswert sind Kombipräparate, die Jod, Eisen, Magnesium, Kalzium oder Selen enthalten.

Die meisten Produkte gibt es in der Apotheke oder sogar im Drogeriemarkt zu kaufen. Spezielle Anforderungen, etwa nach veganer, laktose- oder glutenfreier Zusammensetzung, lassen sich online schneller finden und bestellen.

Bei bestimmten Vitaminen und Spurenelementen besteht tatsächlich die Gefahr, zu viel davon einzunehmen, etwa bei Jod oder Vitamin A. Auch ein Ungleichgewicht bei Vitamin B12 oder Vitamin B6 gilt es zu vermeiden. Deswegen sollten besonders bei der Schwangerschaftsvorbereitung speziell abgestimmte, hochdosierte Tabletten gekauft werden, anstatt von niedrigdosierten Produkten jeweils eine größere Menge zu konsumieren.

Hier weiterlesen: Folsäure Tabletten kaufen

Fazit: Folsäure ist vor und während der Schwangerschaft sinnvoll.

Folsäure hilft, einen Kinderwunsch zu erfüllen. Der weibliche Zyklus harmonisiert sich. Symptome einer Blutarmut werden behoben und im Verlauf der Schwangerschaft verhindert. Selbst das Risiko einer Schwangerschafts-Diabetes sinkt.

Auch das Kind selbst profiziert von der optimalen Versorgung bis in die Stillzeit. Studien weisen darauf hin, dass auch zahlreiche Erkrankungen signifikant seltener auftreten, wenn Folsäure eingenommen wurde.

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